Arbeitserlaubnis

Arbeitserlaubnis

Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme ist, dass der Aufenthaltstitel eine entsprechende Arbeitserlaubnis enthält. Mit der Nebenbestimmung „Erewerbstätigkeit gestattet“ dürfen Sie jede angestellte und selbständige Tätigkeit ausüben. Ist Ihnen nur die „Beschäftigung gestattet“, dürfen Sie zwar jedes Arbeitsverhältnis aufnehmen, aber keine selbständige Tätigkeit ausüben.

Wenn auf dem Aufenthaltstitel vermerkt ist „Beschäftigung nur nach Erlaubnis der Ausländerbehörde“, müssen Sie vor der Arbeitsaufnahme einen Antrag auf Erteilung einer Arbeitserlaubnis bei der Ausländerbehörde stellen.

In manchen Fällen ist vor der Erteilung einer Arbeitserlaubnis die Bundesagentur für Arbeit zu beteiligen, die prüft, ob einheimische Arbeitskräfte für diese Tätigkeit zur Verfügung stehen und ein angemessenes Gehalt gezahlt wird. In diesen Fällen wird die Beschäftigungserlaubnis auf eine bestimmte Tätigkeit beschränkt.

Bei manchen Aufenthaltstiteln sieht das Gesetz vor, dass die Erwerbstätigkeit grundsätzlich oder in einem bestimmten Umfang gestattet ist (z.B. bei FamiliennachzugStudenten, humanitären Aufenthaltstiteln oder im Asylverfahren).

Wenn Sie einen Aufenthaltstitel für eine bestimmte Beschäftigung besitzen, dürfen sie in der Regel zunächst nur diese Tätigkeit ausüben, siehe hierzu:

Sie können die Arbeitgeberbindung aber streichen lassen, wenn Sie

  • sich seit drei Jahren mit Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten oder
  • seit zwei Jahren eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben (§ 9 Beschäftigungsverordnung).

Als EU-Bürger benötigen Sie keine Arbeitserlaubnis. Sie und ihre Familienangehörigen dürfen jede Erwerbstätigkeit ausüben.

In diesem Bereich berät und vertritt Sie unser Fachanwalt für Migrationsrecht Sven Hasse.

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Rechtsanwalt Sven Hasse (Anwaltssozietät Jurati)

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