Einbürgerung

Einbürgerung

Die deutsche Staatsangehörigkeit können Sie entweder durch Einbürgerung, mit der Geburt oder durch die (wirksame) Adoption als Minderjähriger durch einen deutschen Vater erwerben.

Für eine Einbürgerung kommt es auf folgende Faktoren an:

  • die Dauer des bisherigen Aufenthalts in Deutschland
  • den Aufenthaltstitel
  • die Sicherung des Lebensunterhaltes
  • Straffreiheit

Ein Rechtsanspruch auf Einbürgerung besteht beispielsweise

  • nach einem erlaubten Aufenthalt von 8 Jahren
  • bei Besitz eines unbefristeten Aufenthaltstitels (i.d.R. Niederlassungserlaubnis)
  • den Lebensunterhalt sichernden Einkünften aus einem ungekündigten Arbeitsverhältnis
  • wenn keine Vorstrafen vorhanden sind
  • Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 nachgewiesen werden.

Unter bestimmten Umständen können Sie aber auch eingebürgert werden, wenn nicht alle Voraussetzungen erfüllt sind. Als Ehepartners eines Deutschen besteht bei Erfüllung der übrigen Voraussetzungen bereits nach drei Jahren die Möglichkeit der Einbürgerung. Vom Nachweis der Sicherung des Lebensunterhaltes kann abgesehen werden, wenn Sie unverschuldet arbeitslos geworden sind. Auch können bestimmte Verurteilungen außer Betracht bleiben. Kinder können gemeinsam mit ihren Eltern auch dann eingebürgert werden, wenn sie selbst nicht alle Voraussetzungen erfüllen.

Die Einbürgerung setzt grundsätzlich voraus, dass Sie die bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben. Auch hiervon gibt es Ausnahmen, wenn eine Ausbürgerung nicht möglich oder unzumutbar ist oder Sie EU-Bürger sind.

Ihre deutsche Staatsangehörigkeit geht verloren, wenn (wieder) eine andere Staatsbürgerschaft annehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht aber die Möglichkeit, die deutsche Staatsangehörigkeit bei Einbürgerung in einen anderen Staat zu behalten. Hierzu müssen Sie vor Annahme einer anderen Staatsangehörigkeit eine „Beibehaltungsgenehmigung“ erhalten haben.

In Deutschland geborgene Kinder erhalten -zusätzlich zu der Staatsangehörigkeit der Eltern- die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sich mindestens ein Elternteil

Wenn Sie als Kind ausländischer Eltern durch die Geburt in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, jedoch im Ausland aufwachsen, müssen Sie sich bis zum 21. Lebensjahr entscheiden, welche Staatsangehörigkeit beibehalten möchte (sog. „Optionspflicht“). Geben Sie  trotz eines Hinweis der deutschen Behörden keinen Erklärung ab, geht die deutsche Staatsangehörigkeit verloren.

Im Einbürgerungsverfahren berät und betreut Sie unser Fachanwalt für Migrationsrecht und Verwaltungsrecht Sven Hasse.

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Rechtsanwalt Sven Hasse (Anwaltssozietät Jurati)

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