Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit

Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit

Um eine Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit erhalten zu können, benötigen Sie in der Regel, eine anerkannte Berufsqualifikation in einem akademischen oder Lehrberuf.

Aufenthaltserlaubnis mit anerkannter Berufsausbildung

Nach § 18 AufenthG können Sie eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, wenn Sie

  • eine mindestens 2-jährige Berufsausbildung in einem Mangelberuf besitzen,
  • die Berufsausbildung als gleichwertig anerkannt ist,
  • Sie ein Arbeitsplatzangebot für einen entsprechenden Beruf vorlegen können.

Ob Ihr Beruf zu den Mangelberufen zählt, können Sie der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit entnehmen.

Welche Stelle für die Anerkennung einer ausländischen Ausbildung zuständig ist, können Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de recherchieren. Um das Visumverfahren zu beschleunigen, kann Ihr Arbeitgeber die Zustimmung durch die Bundesagentur für Arbeit bereits vor Beantragung des Visum einholen. Gerne sind auch wir hierbei behilflich.

Aufenthaltserlaubnis ohne qualifizierte Berufsausbildung

Als Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, Südkorea, Monaco, Neuseeland, San Marino und der USA  kann Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung auch dann erteilt werden, wenn Sie keine anerkannte Berufsqualifikation nachweisen können (§ 26 Abs. 1 Beschäftigungsverordung). Voraussetzung ist, dass keine inländischen Bewerber zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung) und die Arbeitsbedingungen dem Üblichen entsprechen. Als Staatsangehörige der genannten Staaten können Sie einen Antrag auch während eines Besuchsaufenhaltes stellen.

Als Staatsangehörige von Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien kann Ihnen ein Visum zur Ausübung einer  Erwerbstätigkeit in erteilt werden, (§ 26 Abs. 2 Beschäftigungsverordnung), wenn Sie

  • ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorlegen,
  • den Antrag bei der Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland stellen,
  • keine inländischen Bewerber zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung),
  • in den letzten 2 Jahren keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen haben.

Wenn Sie keine der genannten Staatsangehörigkeiten besitzen, ist die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nur möglich, wenn Sie eine Berufsausbildung in einem anerkannten mindestens 2-jährigen Ausbildungsberuf nachweisen können.

Aufenthaltserlaubnis zur Weiterbildung

Müssen Sie für die Anerkennung einer Ausbildung Weiterbildungsmaßnahmen oder Prüfungen absolvieren, kann Ihnen hierfür eine Aufenthaltserlaubnis für maximal 18 Monate erteilt werden (§ 17a AufenthG). Die zuständige Anerkennungsstelle muss Ihnen hierfür bestätigen, dass entsprechende Anpassungsmaßnahmen erforderlich sind.

Aufenthaltserlaubnis zur Berufsausbildung

Für eine betriebliche Berufsausbildung kann Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn keine inländischen Ausbildungsbewerber zur Verfügung steht (Vorrangprüfung), § 17 AufenthG. Wie bei den meisten Aufenthaltstiteln muss – z.B. durch die Ausbildungsvergütung – Ihr Lebensunterhalt gesicherte sein.

Der Botschaft steht zudem Ermessen zu, Hierbei kann berücksichtigt werden, ob Sie die Ausbildung erfolgreicher abschließen können. Hierbei können z.B. Ihr Alter und Ihre Sprachkenntnisse berücksichtigt werden.

In diesem Bereich berät und vertritt Sie unser Fachanwalt für Migrationsrecht Sven Hasse.

32 Bewertungen auf Anwalt.de

5.0 von 5 Sternen

this page in