Niederlassungserlaubnis und Daueraufenthalt-EU

Niederlassungserlaubis und
Daueraufenthalt-EU

Niederlassungserlaubnis

Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel und erlaubt Ihnen jede Erwerbstätigkeit. Sie wird in der Regel nach fünf Jahren rechtmäßigem Aufenthalt erteilt. Wichtigste Erteilungsvoraussetzungen sind die Prognose eines gesicherten Lebensunterhalts, Beitragszahlungen zur Rentenversicherung sowie Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1.

Sind Sie mit einem/einer deutschen Staatsangehörigen verheiratet oder als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Niederlassungserlaubnis schon nach drei Jahren erhalten.

Wenn Sie im Besitz einer Blauen Karte EU sind, erhalten Sie eine Niederlassungserlaubnis bereits nach 33 Monaten. Bei Sprachkenntnissen der Stufe B1 wird eine Niederlassungserlaubnis nach 21 Monaten erteilt, wenn Sie in dieser Zeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Für Absolvent_innen deutscher Hochschulen gilt eine Frist von 2 Jahren (§ 18b AufenthG).

Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU

Die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU (§ 9 a bis c AufenthG) ist ein Aufenthaltstitel, der der Niederlassungserlaubnis in den Voraussetzungen und Rechten sehr ähnlich ist. Sie können diese aber grundsätzlich erst nach einem rechtmäßigen fünfjährigen Aufenthalt erhalten. Mit einer deutschen Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU können Sie unter bestimmten Voraussetzungen in die anderen EU-Staaten (außer Großbritannien, Irland und Dänemark) weiterwandern.

Eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU eines anderen EU-Mitgliedsstaates berechtigt Sie in Deutschland weder zu einem dauerhaften Aufenthalt noch zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Zuvor müssen Sie einen deutschen Aufenthaltstitel gem. § 38a AufenthG bei der Ausländerbehörde beantragen. Eine deutsche Aufenthaltserlaubnis wird Ihnen erteilt, wenn der Lebensunterhalt gesichert ist. Ist hierzu die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nötig, benötigen Sie die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Wenn Sie ein Jobangebot vorlegen können, holt die Ausländerbehörde diese Zustimmung ein. Die Zustimmung wird erteilt, wenn für die Tätigkeit keine einheimischen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen und die Arbeitsbedingungen ortsüblich sind.

Den Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis können Sie als Inhaber einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU eines anderen Mitgliedsstaates bei der Ausländerbehörde stellen; ein Visumverfahren ist nicht erforderlich.

Ausführliche Informationen zur Niederlassungserlaubnis und der Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU finden Sie in unserem Seminarskript Niederlassungserlaubnis und Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU.

In diesem Bereich berät und vertritt Sie unser Fachanwalt für Migrationsrecht Sven Hasse.

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